Same, same but different

Anders war es schon. Keine Schwiegermutter, kein Bruder, keine Christmette. Schön war es trotzdem. Seinen Zauber lässt sich der Heiligabend also auch nicht von einer Pandemie nehmen. Angenehm stressfrei, insgesamt. Gestern genauso wie in den Tagen davor. Wir waren am 22. und 23.12. jeweils schon gegen 7.30 Uhr einkaufen. Die Geschäfte waren noch leer, was nicht nur Hektik vermied sondern insbesondere auch die Ansteckungsgefahr erheblich senkte. Am Vortag des Heiligabends hatte ich schon Serviettenknödel nach Rezept von Mama Biolek gemacht und Inkki unseren traditionellen Nachtisch, einen No-bake Philadelphia Kuchen mit Spekulatiusstreuseln und Himbeersauce. Wir hatten uns, wie schon im letzten Jahr, für Raclette entschieden. Erstmals aber mit einer weihnachtlichen Note. „Warum nicht mal mit Knödeln und Rotkohl?“, dachte ich mir. Für die Fleischfresser zusätzlich noch mit Roastbeef. Es wurde ein Triumph! Komisch, dass das noch nicht offiziell von Armin Roßmeier oder einem anderen Frühstücksfernsehkoch empfohlen wurde.

Bevor wir uns aber zu Tisch begaben stand noch ein Besuch auf dem Friedhof auf dem Programm. Meine Mutter bekam ein Bäumchen mit künstlichem Schnee, dem man aus rein geschmacklichen Überllegungen durchaus kritisch gegenüber stehen kann. Sie hat die Dinger aber immer geliebt und dann soll sie auch einen haben. Auf dem Weg Richtung Ausgang wurden wir en passant Zeugen einer recht lautstarken Auseinandersetzung über was auch immer, die in dem wenig weihnachtlichen aber immerhin authentischen Ausruf „Isch schlach dich inne Fresse!“ gipfelte.

„Noh? Wohs Christkindsche brohv?“ fragt Hilde Becker ja immer so schön und wir finden alle: Ja, war es! Neues Smartphone mit doppelt soviel Speicher wie bisher für die Gattin, die Cloud-Sync immer noch für Teufelswerk hält. Warme Fahrradklamotten für mich. Die konnten bei einer ersten Ausfahrt voll überzeugen. Es schien zwar die Sonne, war aber ziemlich frisch. Gefroren haben aber nur meine Ohren. Die heutige Strecke zum Silbersee bin ich zum ersten Mal gefahren. Hat Spaß gemacht und wird dauerhaft in meine Routensammlung aufgenommen.

Nach einem wärmenden Bad und Mittagessen stand Heimkino auf dem Programm. Ich hatte doch bisher tatsächlich noch keinen Film der Indiana Jones Reihe gesehen und weil das natürlich nicht dauerhaft so bleiben kann, hatte ich mir die enstprechende Blu-ray Box gewünscht. Nun hat mich Jäger des verlorenen Schatzes nicht direkt umgehauen denn letztlich ist der doch weitgehend frei von Story und Finesse. Mal schauen wie sich die beiden nächsten Teile schlagen. Vor dem vierten Teil von 2008 wird ja zumeist eindringlich gewarnt und echte Fans zählen den auch gar nicht zur Reihe. Würde mich also nicht wundern wenn sich der am Ende als mein Favorit herausstellen würde.

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